Freitag, 24. April 2009

United Flug von San Francisco nach Frankfurt

Der Flug hat ja nicht prickelnd begonnen. Ich wusste schon, dass man alkoholische Getränke, wie meine Schlafmittel Bier und Gin-Tonic, bei United käuflich erwerben muss. Das stimmte mich für den Rückflug schon mal nicht sonderlich freudig. Dann komm ich auch noch mit meinen zwei riesen Gepäckstücken am Check-in Schalter an, leg das erste davon drauf und der Herr meinte, dass ich 150$ für 6 Pfund Übergepäck zahlen sollte. Das andere Stück hatte aufs Gramm genau 50 Pfund. Da war also nix mit Kompensation. Ok, hab mal schnell meine Jacke und mein Handtuch rausgenommen und plötzlich war der Koffer auf exakt 50 Pfund. Frage? Welchen Unterschied macht es, ob ich die Jacke anziehe und das Handtuch ins Handgepäck gebe oder ob ich das gleich im Koffer lasse. Es kommt ja so oder so ins Flugzeug. Ja, is scho recht. Ich weiß, das ist nun mal die Regel. Aber in dem Fall kams ja aufs Gleiche.
Egal, ich wurde im Zuge der Gewichtsdiskussion nicht mal danach gefragt, ob ich am Gang oder am Fenster sitzen möchte, was bei der Lufthansa ja zu den standard Fragen gehört. Da is mir schon ganz anders geworden. Hab befürchtet 10 Stunden lang auf einem Mittelsitz zwischen zwei übergewichtigen Passagieren zu verbringen. Ohne Chance raus zu kommen, da diese sicher den ganzen Flug schlafen würden.
Und es kam völlig anders! Ich bekam als Einziger im Flugzeug einen Sitzplatz, neben dem noch DREI weitere sitzplätze frei waren. Ich konnte mich also nach dem Essen, zu dem ich von der sehr freundlichen Stewardess noch meine zwei Heineken geschenkt bekam, auf voller Länge hinlegen und den gesamten Flug ausgestreckt pennen. Herrlich, wie das Schicksal so spielt.

Montag, 20. April 2009

98 Grad Fahrenheit in Palo Alto

98f Am Rückweg von Mountain View nach San Francisco bin ich, wie meistens, nochmal in Palo Alto stehen geblieben. Nicht nur um im TechCrunch Büro vorbei zu schauen, sondern auch um meinen fast täglichen Kaffee bei Philz Coffee zu mir zu nehmen. Die Hitze hat sich gestern und heute morgen schon mehr als nur angekündigt. Aber nachdem ich meinen Kaffee bei Phil ausgetrunken hatte, ist mir der Schweiß wirklich runtergeronnen. Dabei bin ich immer im Schatten gewesen. Dann schau ich noch auf die Aussentemperaturanzeige des Autos und plötzlich wird mir mein Zustand auch klar. 98 Grad Fahrenheit! Ich schätz mal, dass das irgendwas über 36 Grad Celsius sein müssen. So hohe Temperaturen hören sich zwar vielleicht schön an, sind sie sicher auch, wenn man Urlaub macht. Aber wenn man wirklich arbeiten muss, ist das alles andere als angenehm.
strawberries In meiner Travelodge in San Francisco angekommen, hab ich mich erst mal über meine in Gilroy erstandenen Erdbeeren hergemacht. Die sind zwar schon ein paar Tage alt gewesen, weil ich sie nicht sofort gegessen hatte aber das brauchten die auch. Geschmacklich waren sie schon am ersten Tag hervorragend. Die zwei Tage 'auf standby' haben die Dinger aber noch zarter gemacht:)

Samstag, 18. April 2009

Welthauptstadt Gilroy

Mittags, nach einem letzten gemeinsamen Kaffee mit Aquii, machte ich mich über den Freeway 110 North auf den Weg auf die Interstate 5 Richtung Sacramento. Bei beinahe unerträglichen :) 90 Grad Farenheit circa 100 Meilen nach Los Angeles verging sogar mir (fast) die Lust das Fenster aufzumachen, um eine zu rauchen. Wie gesagt, fast. Kurzer Zwischenstopp bei Carl's Junior und Starbucks auf einer der Raststationen entlang der 5 gings hab ich endlich mein Etappenziel erreicht. Hollister, kurz vor Gilroy.
Von CouchTycoon Roadshow

In Hollister mal bei der Casa del Fruta Halt gemacht, einer leicht zu übersehenden aber sehr beliebten Rastanlage, ließ ich mich aufklären, dass die einheimischen Kirschen erst nächsten Monat geerntet und verkauft werden. Man muss wissen, diese bescheidene Rastanlage hat auch die typisch amerikanische Erfolgsgeschichte hinter sich. Mit einem kleinen Kirschenstand am Strassenrand begonnen, trifft man dort mittlerweile auf einen kleinen Freizeitpark. Also nachdem die Verkäuferin so ehrlich war und mir sagte, dass die Kirschen aus Brasilien kommen und ich in einem Monat wieder kommen sollte, um die lokalen Kirschen zu bekommen, machte ich mich weiter nach Gilroy. Meinem absoluten Lieblingsdorf. In Gilroy angekommen, bei unserem alten Freund Tony auf eine Zigarette vorbei geschaut, bin ich über die Straße und hab am Straßenstand eines Bauern das wichtigste Souvenier dieses Aufenthaltes erstanden.
Von CouchTycoon Roadshow
Den Meister hinter der Theke noch schnell gefragt, ob der Knoblauch wohl eh aus Gilroy sei, wurde mir bestätigt, ja - er ist zwar von der letzten Ernte aber von hier. Die nächste Ernte kommt erst im Juni. Nach dem es hier immer aber wirklich immer im Auto fünf Minuten nach Knoblauch stinkt, wenn man durch Gilroy durchfährt, hab ich mir gedacht, der Herr kann mir sicher erklären warum das so ist. 'Man, you are in the world's capital of garlic' meinte er lächelnd und hat mir noch erklärt, dass die Knoblauchfabrik, die sehr leckere Dinger aus Knoblauch zaubert, gleich ums Eck ist. Deshalb riechts immer nach Knoblauch, wenn man durch Gilroy durchfährt.
Gut, nachdem ich mich nun mit dem Wichtigsten eingedeckt hab, bin ich weiter ins Silicon Valley, nach San Jose. Wo ich jetzt übrigens grad wo sitze???